Dienstag, 31. Dezember 2013

WEHGE ZUM RUM

Wer hat eigentlich dieses schöne Foto aufgenommen und verschickt? Nic? Aus Indien? Vietnam? Thailand? Habe es gerade wiedergefunden und finde nach wie vor: Besser kann man Filmgeschichte nicht erzählen. Happy 2014!


Frans

Montag, 30. Dezember 2013

UNKNOWN PLEASURES #6

Hinweise auf die Aktivitäten der Mitglieder:


Accelerated Under-Development: In the Idiom of Santiago Álvarez (R: Travis Wilkerson)

Am Mittwoch beginnt die sechste Ausgabe von UNKNOWN PLEASURES. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist das diesjährige Programm kompakter und thematisch strenger gegliedert. Den Kern bildet dabei eine Reihe von Arbeiten, die historische Ereignisse in die filmische Gegenwart übersetzen. Dies trifft beispielsweise auf den Eröffnungsfilm THE IMMIGRANT von James Gray zu, auf Matt Wolfs TEENAGE über die Frühgeschichte und Erfindung der Teenager oder auf Travis Wilkersons politische Aufarbeitung verschiedener Momente der amerikanischen Geschichte. Nicht nur im Studiokino, sondern auch im unabhängigen Filmschaffen ist die Auseinandersetzung mit der (eigenen) Geschichte somit von großer Bedeutung und stets präsent. Die Herangehensweisen unterscheiden sich jedoch zum Teil beachtlich und so werden bei UP#6 Filme in den Mittelpunkt gerückt, die Fragen zur Wahrhaftigkeit von Bildern, zum Materialcharkater, zu narrativen Konventionen und vielleicht sogar zu der Zukunft des Kinos stellen.

Das komplette Programm findet sich hier
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(Eingestellt von Hannes)

Sonntag, 29. Dezember 2013

STEFAN STABENOW:

„...für mich ist an Montage sehr faszinierend, dass es nicht nur um eine serielle Reihung von Bildern geht, sondern ich sehe das eher als eine Art „Schichtung”. Ähnlich wie bei Klängen, die zwar nicht mehr hörbar sind, aber im Innern des Zuhörers noch nachklingen, verhält es sich meines Erachtens mit Bildern im Film. Wenn ein Bild am Anfang einer Szene steht, wirkt dieses Bild nach und geht auch noch Beziehungen zu Bildern ein, die viel später am Ende dieser Szene stehen. Die Bilder wirken unbewusst in der Erinnerung des Zuschauers nach. Eine Art Nachzieh-Effekt. Oder analog zur Musik: Wie bei einem zerlegten Akkord – dem sogenannten Arpeggio. Eine Szene wird also auch zu einer Art stehenden „Bildklang”. Das ist ein Aspekt, der mich fasziniert und mit dem ich mich viel beschäftige: Die synästhetische Wahrnehmung bei Film.”


Der Filmeditor Stefan Stabenow (mit dem ich seit 2004 zusammenarbeite) in einem Interview des Schnittverbands BFS, das man hier nachlesen kann.



(Eingestellt von Christoph)

Freitag, 13. Dezember 2013

5 JAHRE 'CARGO'



Die Film/Medien/Kulturzeitschrift CARGO wird fünf. Gerade ist Heft 20 erschienen, ausgenüchtert gewissermassen – der Relaunch jedenfalls geht sparsamer mit Bildern und Zeichen um. Aus dem Inhalt: 

Serien 2013 // Peter Liechti im Gespräch // Duisburg 2013 // Video on demand // Sozialgeschichte des iranischen Kinos // Murnau: Die privaten Fotografien

Das tollste an Cargo finde ich eigentlich das Orchestrieren so vieler verschiedener Stimmen, die Fülle der Autoren aus den unterschiedlichsten Bereichen und Denkschulen. Auch die Perspektiven der Herausgeber sind nie kongruent, ergänzen sich aber gut: Ekkehard Knörer vermittelt hin zum theoretischen Diskurs, er ist vielleicht der einzige von den dreien, der als Kritiker so etwas wie eine eigene ästhetische Theorie des Kinos entwirft. Bert Rebhandl geht mehr von Erfahrungen aus, interessiert sich für die soziale / ethische Dimension des Kinos und schreibt immer auch als Journalist*. Simon Rothöhler betreibt dagegen so etwas wie ästhetische – und technische – Soziologie, seine Fragestellungen meinen weniger das Kino als „Medienpraxen” jeder Art, ohne Hierarchie. Unter den Rubriken schätze ich sehr das „Moderne Ereignis”, „Die Brüder Goncourt”, manchmal das „Starsystem” (nach dem Relaunch scheinen die letztgenannten vorerst abgeschafft). Kleine Abstriche: Die US-Serie bekommt insgesamt zu viel Raum, finde ich. Auf die Intellektualisierung von Fussball könnte ich gerne verzichten. Manche Beiträge von Gästen ertrinken im akademischen Jargon. Und wenn ich mir etwas wünschen dürfte, bei aller Sympathie für die neuere US-Kritik, die einen festen Platz bei Cargo hat: mehr Neugier auf die (kritische) Perspektive der europäischen Nachbarn wäre angebracht. So oder so, Cargo ist auch im fünften Jahr eine erstaunliche Zeitschrift, die den Raum des Kinos anregend erweitert. Und schon weil Filmzeitschriften immer eine bedrohte Spezies sind, wünsche ich ein langes Leben ...

Christoph

P.S.: Bei NEGATIV gibt es einen kleinen Chor von Gratulanten, in dem diese meine Stimme auch auftaucht.


* Siehe auch Bert Rebhandls „Selbstbeschreibung” in Heft 14 (PDF).

Dienstag, 10. Dezember 2013

Donnerstag, 5. Dezember 2013

THY WOMB

Gestern auf Around the World in 14 Films Brillante Mendozas neuen Film vorgestellt. Das Färben und Flechten von Bastmatten, der Fischfang, das Warten im Regen, eine traditionelle islamische Hochzeit auf der Inselgruppe Tawi Tawi: Ich, mittlerweile zum Laptop-Gucker mutiert, merkte wieder, wie sinnlich doch die große Leinwand ist, was sie für Möglichkeiten birgt.



(Eingestellt von Nicolas)

Mittwoch, 4. Dezember 2013

ENDLICH GREIFBAR!


Endlich greifbar: Revolver Heft 29. Enthält Interviews mit Matteo Garrone, David OReilly & Robert Seidel, Calle Overweg, Lisandro Alonso und Raoul Coutard. 



Bestellen? Direkt bei unserem Vertriebspartner www.etk-muenchen.de. Oder über den Fachhandel. (Bestellbar auch als Buch: ISBN 978-3-88661-360-1).

Übrigens: Ein Abonnement (2 Ausgaben / Jahr) kostet 13 Euro - und hilft uns, die Arbeit fortzusetzen.

(Eingestellt von Christoph)