Dienstag, 26. Juni 2012

KEVIN B. LEE ÜBER MATT PORTERFIELD



Kevin B. Lee hat für Fandor einen neuen Videoessay gemacht - über das Kino von Matthew Porterfield, dessen zwei Filme HAMILTON und PUTTY HILL in der Revolver DVD Edition erschienen sind.


(Eingestellt von Christoph)


KARMAKAR ÜBER HEFT 26

In einem kurzen Film über die Rolle des Oberhausener Manifests spricht Romuald Karmakar über Punk als Motivation, die Münchner Super-8-Szene der 80er und über Revolver Heft 26. 


Auch die anderen Interviews auf der (oben verlinkten) Oberhausen-Seite (u.a. mit Ulrich Gregor, Christian Tedjasukmana, Peter Berling, Hilmar Hoffmann, Siegfried Zielinski) sind sehenswert.


(Eingestellt von Christoph)

DAS FACEBOOK-DILEMMA

Ich weiss nicht, wie viele unserer Leser ohnehin Plattform-Springer sind, aber für die reinen Blogleser sei es hier gesagt: die Revolver-Facebook-Seite, anfangs eine streng Blog-parallele Seite, hat sich zu einem „Ort” entwickelt, der aktueller und vielfältiger ist, als es dieses Blog sein kann. Ich schreibe das als Skeptiker des sozialen Netzwerkes. Ich sehe eine ganze Reihe von Schwächen (Rechte-Management, Datenschutz, Suchfunktion, keine Tags, eingeschränkte Korrekturfunktion, Zwangs-Werbebanner, unbefriedigende Videoeinbindung), insbesondere stört mich, dass die Ideen „Archiv” und „Zusammenhang” mehr oder weniger vollständig negiert werden, dass der Like-Button zu Verstärker-Effekten des schon Bekannten führt und dass es das Design nicht gerade begünstigt, (längere) Texte zu lesen. Trotzdem: das Handling, um Veranstaltungen zu teilen, Fundstücke und Hinweise zu posten, ist unkomplizierter, geht schneller. Nach wie vor werde ich unsere eigenen Texte auf diesem Blog posten. Wer sich aber auch und gerade für Hinweise auf andere „Netzsender” interessiert, dem empfehle ich unsere Facebook-Seite.


Grüße!


Christoph Hochhäusler

Samstag, 23. Juni 2012

KRITISCHE MASSE



Eine schöne dokumentarische Miniatur von Max Linz: der Vorlauf von Alexander Kluges erster Frankfurter Poetik-Vorlesung (vom 5.06.). Die vierte und letzte („Die Unabweisbarkeit des Erzählens”) findet kommenden Dienstag (26.06.2012) statt.

(Eingestellt von Christoph)

Montag, 18. Juni 2012

EIN KNAPPES 'JA' ZUR WIRKLICHKEIT

Erwarten Sie im Film wirkliches Leben?



JA 45%

NEIN 42% 



(Aus einer Spiegel-Umfrage von 1952).


(Eingestellt von Christoph)

Freitag, 15. Juni 2012

CARGO # 14



Das neue Cargo-Heft ist erschienen. Aus dem Inhalt:


Der Teufel, möglicherweise: Cristi Puiu im Gespräch / Neues Griechisches Kino / Cronenberg / Patrick Keiller / Tashlin & Lewis / Diedrich Diederichsen über Douglas Crimps Warhol-Buch «Our Kind Of Movie» / Fußballmatrix reloaded: Christian Petzold im EM-Gespräch // uvm

Ein ausführliches Inhaltsverzeichnis findet sich hier, Verkaufsstellen dort, und natürlich kann man Cargo auch abonnieren.

(Eingestellt von Christoph)

ARTE 'UNTER KONTROLLE'

Fernsehhinweis: 


Am Dienstag, den 19.6.2012 um 23.10 Uhr ist Volker Sattels UNTER KONTROLLE (von dem hier schon einmal die Rede war) auf ARTE zu sehen. Volker Sattel hat - zusammen mit Mario Mentrup - auch zu unserem Manifestheft (Revolver 26) beigetragen.




(Eingestellt von Christoph)

Freitag, 8. Juni 2012

EVEN RIGHT NOW

Die queere Filmzeitschrift Sissy hat Harry Baer, Darsteller und Wegbegleiter von Rainer Werner Fassbinder, um einen persönlichen Nachruf auf den kürzlich verstorbenen Schauspieler Günther Kaufmann (Whity, Götter der Pest, Querelle) gebeten. Zu finden unter folgendem Link: Sissy vierzehn

(Eingestellt von Nicolas)

SCHÖNES WOCHENENDE



Zur Erinnerung:


SAMSTAG, 9.06.2012, .CHB


18:00

Die endlose Nachkriegszeit? 
Ein Abend mit Hanna Schygulla und Géza Bereményi, moderiert von János Can Togay.





SONNTAG, 10.06.2012, .CHB


13:00

Thomas Heise im Gespräch mit Saskia Walker.

Sonja M. Schultz: Der Wandel deutscher Geschichtsdarstellungen





15:00


J. Hoberman: “The Single Antidote to Thoughts of Suicide”: Fassbinder’s American Reception


Manfred Hermes: Gravity Beyond Its Cinematographic Mass

Thomas Elsaesser: Time Warps and Time Exposures: 1979, Fassbinder and THE THIRD GENERATION

Diskussion mit Thomas Elsaesser, Manfred Hermes, J. Hoberman, Verena Lueken, 
Moderation: David Hudson (in englischer Sprache)




www.handsonfassbinder.de


(Eingestellt von Christoph)

Donnerstag, 7. Juni 2012

DRITTER WEG DES DOKUMENTARISCHEN?

Leseempfehlung:


Maximilian Linz schreibt auf Perlentaucher erhellend über seine Eindrücke vom Documentary Forum 2 im Haus der Kulturen der Welt, das am Sonntag zu Ende gegangen ist.


(Eingestellt von Christoph)

META-SERIE

Im Diaphanes-Verlag gibt es eine neue Reihe zu einigen der wichtigsten US-Serien, herausgegeben von Simon Rothöhler (Cargo). Er selbst hat das Bändchen zu WESTWING verfasst, Dietrich Diederichsen schreibt über THE SOPRANOS, Daniel Eschkötter über THE WIRE. Weitere Ausgaben sind in Planung: Dominik Graf wird über HOMICIDE schreiben, Dietmar Dath über LOST, Bert Rebhandl über SEINFELD.


Heute abend werden Dietrich Diederichsen, Daniel Eschkötter und Bert Rebhandl das Projekt vorstellen, und zwar im HBC, dem ehemaligen Kino Balázs (Karl-Liebknecht-Str.7). Details hier.


(Eingestellt von Christoph)

Mittwoch, 6. Juni 2012

TARANTINO




(Eingestellt von Christoph)

DIETMAR DATH ÜBER 'WELT AM DRAHT'



Wie berichtet hat Dietmar Dath zum Auftakt von „Hands on Fassbinder” am 12.05.2012 über WELT AM DRAHT gesprochen, und zwar unter der Überschrift: "Ist nicht wahr! Rainer Werner Fassbinder und die verfehlte Frage nach der Wirklichkeit". Wer nicht teilnehmen konnte, hat die Möglichkeit, den Vortrag als Video nachzuholen, und zwar hier.


(Eingestellt von Christoph)

IN GEFAHR UND GRÖSSTER NOT

Kurzer Hinweis auf eine Gleichzeitigkeit morgen:


Morgen abend (Donnerstag, 7.06.2012, 20 h) gibt es im Zeughaus Thomas Heises STAU - JETZT GEHT'S LOS zu sehen – Teil unserer „Hands on Fassbinder”-Reihe. Mehr dazu hier.


Morgen abend (Donnerstag, 7.06.2012, 20 h) gibt es im FSK einen Alexander-Kluge-Abend, u.a. mit einer neuen Dokumentation über Kluge und der Reitz-Zusammenarbeit IN GEFAHR UND GRÖSSTER NOT BRINGT DER MITTELWEG DEN TOD. Mehr dazu hier.


(Eingestellt von Christoph)

Dienstag, 5. Juni 2012

KNÖRER + BAUTE ÜBER 'UNTER DEN BRÜCKEN'




... auf Englisch!


(mehr lesen)


(Eingestellt von Christoph)

SONNTAG (2): HOBERMAN + HERMES + ELSAESSER

HANDS ON FASSBINDER #2 
GESCHICHTSBILDER


SO 10. JUNI / 15:00 / .CHB PANORAMASAAL / VORTRÄGE UND GESPRÄCHE (IN ENGLISCHER SPRACHE) 


J. Hoberman


J. HOBERMAN: „THE SINGLE ANTIDOTE TO THOUGHTS OF SUICIDE: FASSBINDER'S AMERICAN RECEPTION”


Exotic yet familiar, astonishingly prolific, R.W. Fassbinder had a greater impact on American cineastes and independent filmmakers than any European auteur since Jean-Luc Godard in the ‘60s. But the ‘70s were not the ‘60s and Fassbinder’s greatest period was almost behind him by the time he was discovered by a larger US audience. What did this prodigy mean to Americans then and what is his legacy now?


J. Hoberman, born 1948 in Brooklyn, NY, film critic and author. He started at The Village Voice in the 1970s, and was the senior film critic from 1988 to 2012. Books (selection): Vulgar Modernism: Writing on Film and Other Media (1991), The Magic Hour: Film at Fin de Siècle (2003), The Dream Life: Movies, Media, and the Mythology of the Sixties (2003), An Army of Phantoms: American Movies and the Making of the Cold War (2011).



MANFRED HERMES: „GRAVITY BEYOND ITS CINEMATOGRAPHIC MASS”


In Fassbinder’s work everything is conceived as historical. But what does that mean? Appropriating BERLIN ALEXANDERPLATZ he inverted it’s temporal sequence and retroactively shaped some of Döblin’s rather inauspicious predecessions. That allowed him a discussion German fascism and the Holocaust through a pre-1933 text. Fassbinder put “Alexanderplatz”’ symbolism to further use in IN A YEAR WITH 13 MOONS and THE GARBAGE, THE CITY, AND DEATH. 


Manfred Hermes is an author and critic based in Berlin. Numerous inquiries on contemporary art and narrative film in magazines, newspapers and catalogues. Single book publications on Ull Hohn and Martin Kippenberger. Recently released and now in its second edition: „Deutschland hysterisieren. Fassbinder, Alexanderplatz“ (b_books 2011).


Thomas Elsaesser


THOMAS ELSAESSER: „TIME WARPS AND TIME EXPOSURES: 1979, FASSBINDER AND 'THE THIRD GENERATION'”


Anniversaries and commemorations have become our culture’s most dominant form of historical recall and return. In my talk I shall take a particular year – this time neither 1968 nor 1982, but 1979, in order to try and reconstruct through its heterogeneous elements a “topography of historical simultaneity”. Skimming both the surface of coincidence and digging into the deeper layers of long-term processes, I want to use Fassbinder’s THIRD GENERATION as a probe to explore what unexpected connections become visible in retrospect: I shall claim that this parallels the film’s own strategy of layering its plot in order to produce striking contiguities of meaning. 


Thomas Elsaesser, born 1943 in Berlin, film historian and professor for Film and Television Studies at the University of Amsterdam. Author of numerous books, including the refernece study on Fassbinder Fassbinder’s Germany. History, Identity, Subject (1996, auf Deutsch „Rainer Werner Fassbinder“ 2001/2012).




Anschließend: 


DISKUSSION MIT THOMAS ELSAESSER, MANFRED HERMES, J. HOBERMAN, VERENA LUEKEN. MODERATION: DAVID HUDSON (in englischer Sprache)


Verena Lueken
Verena Lueken, born 1955 in Frankfurt am Main, film journalist and author. She has been with the “Frankfurter Allgemeine Zeitung” since 1989 and has been a cultural correspondent in New York and associate editor of the feuilleton section. She has published several books on cinema. 


David Hudson
David Hudson, born in 1959 in Ft. Worth, TX. Film blogger for Fandor and, previously, MUBI, IFC and GreenCine. Author: Rewired: A brief (and opinionated) history of the Net (1996). Contributing writer: Spiegel Online and Telepolis, Salon and the San Francisco Bay Guardian. Translated screenplays for Tom Tykwer, Wolfgang Becker and others.


Später... Live-Übertragung des EM-Fußballspiels Spanien–Italien im Café des .CHB


www.handsonfassbinder.de


(Eingestellt von Christoph)

Montag, 4. Juni 2012

SONNTAG (1): THOMAS HEISE, SONJA M. SCHULTZ

HANDS ON FASSBINDER #2
GESCHICHTSBILDER

Sonntag, 10. Juni, 13:00 Uhr / Collegium Hungaricum Berlin


THOMAS HEISE IM GESPRÄCH MIT SASKIA WALKER (REVOLVER)


Filmauszüge aus STAU – JETZT GEHT’S LOS (1992), NEUSTADT. STAU – DER STAND DER DINGE (2000),  KINDER. WIE DIE ZEIT VERGEHT (2007) und zusätzlich MATERIAL (2009). Infolge der rechtsradikalen Übergriffe und der medialen Berichterstattung darüber begann Heise 1992 mit einer Folge von Dokumentarfilmen über Familiengeschichten in Mitteldeutschland. Wie kann man über eine Zeit Zeugnis ablegen?


Thomas Heise, geb. 1955 in Ost-Berlin, Autor und Regisseur für Film und Theater, bis 1997 Regisseur am Berliner Ensemble, seit 2007 Professor für Film an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

Anschließend:


VORTRAG VON SONJA M. SCHULTZ 
„Von LILI MARLEEN zum Event-Movie – Der Wandel deutscher Geschichtsdarstellungen”.


„Geschichte, das ist harte Materie”, heißt es bei Alexander Kluge. Auch Fassbinders Heldinnen erlebten die Kälte von deutscher Kriegs- und Nachkriegszeit. Heute begegnet uns die NS-Zeit oft als Bunker-Action, Doku-Drama oder Versöhnungs-Melodram – “basierend auf wahren Tatsachen”. Wie haben sich die Deutschlandbilder im Film verändert? 


Sonja M. Schultz, Filmjournalistin und Filmwissenschaftlerin. Hier eine Leseprobe aus ihrem Buch „Der Nationalsozialismus im Film. Von Triumph des Willens bis Inglorious Basterds.”, ausgezeichnet mit dem Rudolf-Arnheim-Preis.


www.handsonfassbinder.de

(Eingestellt von Christoph)

SAMSTAG: HANNA SCHYGULLA + GEZA BEREMENYI

HANDS ON FASSBINDER #2
GESCHICHTSBILDER



Samstag, 09. Juni, 18:00 Uhr / Collegium Hungaricum Berlin 

Gemeinsamer Weg über 20 Filme: RWF und Hanna Schygulla.
   Schriftsteller, Regisseur, Drehbuchautor: Geza Beremenyi.

    János Can Togay: Schauspieler, Regisseur, Leiter .CHB
 

1945 BIS 2012 – DIE ENDLOSE NACHKRIEGSZEIT?  

Hanna Schygulla (*1943) und Geza Beremenyi (*1946), zwei prominente Vertreter der „Generation Fassbinder” sprechen aus zwei Perspektiven über ihr Leben in Film und Geschichte seit den 1940er Jahren bis heute. Moderation: Janos Can Togay (.CHB).


Hanna Schygulla, geb. 1943 in Kattowitz, dem heutigen Katowice in Polen, Schauspielerin und Sängerin. Fassbinder, der sie an der Schauspielschule als Kommilitonin kennen lernte, besetzte sie in über 20 seiner Filme. Aktuelle Filme: AUF DER ANDEREN SEITE von Fatih Akin (2006/07), FAUST von Alexander Sokurov (2011).
Géza Bereményi, geb. 1946 in Budapest, Regisseur, Schriftsteller, Drehbuchautor und Songschreiber. Spielfilme: u.a. DIE JÜNGER; IM SCHATTEN DER BRÜCKE; ELDORÁDÓ – im Filmprogramm – greift den Anfang der Nachkriegszeit auf. Seit 2011 ist Bereményi der Direktor des Thalia Theaters in Budapest.


János Can Togay, geb. 1955 in Budapest, Regisseur, Schauspieler, Drehbuchautor und Dichter sowie Schauspieler in internationalen Filmproduktionen. Spielfilme: DER SOMMERGAST (1992). Zusammenarbeit mit Géza Bereményi als Drehbuchautor von IM SCHATTEN DER BRÜCKE. Leiter des Collegium Hungaricum Berlin (.CHB) seit 2008.
Später ... Live-Übertragung des EM-Fußballspiels Deutschland–Portugal im Café des .CHB


www.handsonfassbinder.de
(Eingestellt von Christoph)



JLG ÜBER RWF

„Vielleicht stimmt es, dass alle seine Filme schlecht sind, aber trotzdem ist Fassbinder Deutschlands größter Filmemacher. Er war zur Stelle, als Deutschland Filme nötig hatte, um zu sich selbst zu finden. Er ist nur noch mit Rossellini zu vergleichen, denn selbst die Nouvelle vague hat es nicht geschafft, Frankreich so präsent zu machen, wie es das Nachkriegsdeutschland in Fassbinder ist.”


Jean-Luc Godard, zitiert nach einem taz-Artikel von Thomas Elsaesser von 2005, anlässlich RWFs 60.Geburtstag, den man hier nachlesen kann. Elsässer, der die wohl wichtigste Monografie zu Fassbinder geschrieben hat, ist einer der Referenten am kommenden Sonntag - HANDS ON FASSBINDER nimmt Fahrt auf...


Übrigens ist Elsaessers Kapitel „Fassbinders Deutschland” online zu lesen, eine Empfehlung für Novizen und thematisch eng verbunden mit Elsaessers angekündigten Vortrag.


(Eingestellt von Christoph)

Freitag, 1. Juni 2012

#26!





Revolver #26 ist erschienen. Schwerpunkt: Manifeste von heute. Mit Beiträgen von Claire Denis, Apichatpong Weerasethakul, Romuald Karmakar, Marie Vermillard, Klaus Lemke, Nina Menkes, Zhu Rikun, Andrew Bujalski u.v.a. (die komplette Liste findet sich hier). Mehrsprachige Ausgabe.


Revolver
Heft 26
Erscheint im Verlag der Autoren
(Frankfurt am Main)
Vertrieb: Edition Text + Kritik
ISSN 1617-6642
ISBN 978-3-88661-347-2
144 Seiten
6 Euro


(Eingestellt von Christoph)