Mittwoch, 29. Februar 2012

AUSGEZEICHNET: AGNÈS GODARD


Am 2.3.2012 erhält die französische Kamerafrau Agnès Godard den Marburger Kamerapreis. Wir gratulieren herzlich!


Im Interview (mit François Audé und Yann Tobin; Positif) hat sie einmal gesagt: Hinsehen muss heißen, berühren zu wollen.”, ein Ideal, dem sie (etwa in ihrer Zusammenarbeit mit Claire Denis) immer wieder sehr nahe kommt.


Die Begründung der Jury kann man hier nachlesen, eine Auswahl von Selbstäusserungen findet sich dort, im neuen Filmdienst zeichnet Thomas Brandlmeier ihr Portrait und auf Textures in light gibt es eine schöne Bildstrecke zu TROUBLE EVERY DAY.


(Eingestellt von Christoph)

Mittwoch, 22. Februar 2012

BEKENNER

Kurzer Hinweis:




Der US-Blogger und Filmkritiker Mike D'Angelo (u.a. AV Club) bekennt und begründet seine private „Raubkopier”-Praxis auf seinem Blog und hat damit eine lebhafte Diskussion ausgelöst (habe auch schon kommentiert). Lesenswert.


(Eingestellt von Christoph)

MAX LINZ, DIE ERSTE



In der ersten Folge der erwähnten „Auftrags-Soap” DAS OBERHAUSENER GEFÜHL, die jetzt online ist, verliest Provoteur Max Linz die Synopsen der DFFF-geförderten Projekte in niederschmetternder Nüchternheit. Erinnert passender Weise an Hellmuth Costards BESONDERS WERTVOLL (D 1968), auch wenn der Vorleser jetzt eine Brille trägt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.



(Eingestellt von Christoph)

Montag, 20. Februar 2012

THORSTEN KRÄMER'S MONTHLY

Thorsten Krämer veröffentlicht derzeit monatlich einen Band im Selbstverlag. Das Experiment mit Texten verschiedener Genres und verschiedenen Umfangs trägt den Boulevard-nahen Titel "Krämer's Monthly". Nicht ganz zufällig widmet sich der erste Band "Pfleghar-Phantasie" dem Unterhaltungsfernsehen, mit dem Thorsten Krämer in letzter Zeit auch als Autor Tuchfühlung bekommen hat. Allerdings reicht die Beschäftigung mit Michael Pfleghar, dem ursprünglich ein Roman gewidmet war, weit vor diese Zeit zurück. Überhaupt ist seinen Texten schon seit Langem enge Tuchfühlung zum Film anzumerken, nicht erst seit seinem Beitrag für Volker Pantenburgs und Michael Bautes Minutenbuch zu "Night of the hunter". Pfleghar wird in dem Band als zwiespältiger Heros einer Wirkungsgeschichte des öffentlich-rechtlichen Unterhaltungsfernsehens im Rahmen einer Medienarchäologie der 70er und 80er Jahre präsentiert, als verkanntes Genie einer Ästhetik, in der sich Unterhaltung, Klamauk und Kunst keineswegs ausschließen. Allein die brillanten Analysen heute historischer Showsendungen – unter filmwissenschaftlichen Aspekten gilt das als uninteressant bis verpöhnt – machen diesen Band unbedingt lesenswert. Aus der Distanz wird sichtbar, was für heutige Fernsehästhetik wegweisend war und inwiefern sich Hochkultur und Unterhaltung eben nur trennen lassen, wenn man sie aus kulturpolitischen Erwägungen trennen will. Die Zielrichtung der Analysen ist ähnlich wie die des ebenfalls äußerst lesenswerten Buchs über Fassbinders "Berlin Alexanderplatz" von Manfred Hermes. Man darf gespannt sein, wie "Krämer's Monthly" weitergehen wird. Die Hefte sind unter www.yeh.de zu subskribieren (eine Leseprobe zu Pfleghar gibt es hier). Es ist dem Autor, der sich auch in seiner Prosa immer um einen Standpunkt quer zum Gängigen bemüht, zu wünschen, dass die Veröffentlichungsreihe weiteres Interesse findet.

(Eingestellt von Marcus)

Dienstag, 14. Februar 2012

ZWEIUNDVIERZIGMILLIONENACHTUNDVIERZIGTAUSEND


Heute wird Alexander Kluge ungefähr zweiundvierzigmillionenundachtundvierzigtausend Minuten alt, vulgo: 80 Jahre. Aber Kluge war schon immer im Minutentakt aktiv, hat Minutenfilme gemacht, Miniaturen geschrieben über „die Lücke, die der Teufel lässt” und sprechend neue Universen erkundet. 


Im Revolver-Interview (Heft 9) hat er seine künstlerische Methode einmal so umrissen: „Nehmen sie einmal an, sie sehen ein Grasbüschel neben einem Zirkus und sagen sich: 'Ein Quadratmeter Boden, da kann man sterben darauf' und nehmen das also auf. Dann haben Sie durch Zufall gemacht, was Wissenschaftler auch gerne tun: Sie grenzen ein Gebiet ein und lenken die Aufmerksamkeit darauf. Wenn Sie das jetzt in Stalingrad machen, hat das vielleicht sogar einen Sinn.” 


Wir gratulieren dem Meister herzlich und hoffen auf viele weitere Minuten und Jahre der Produktivität.


An dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf das schöne Gespräch mit Kluge, das Lydia Dykier und Philippe Roepstorff-Robiano im Frühjahr letzten Jahres für das Revolver-Blog geführt haben.


(Eingestellt von Christoph)

Montag, 13. Februar 2012

BERLINALE SHORTS



Heute beginnen die Vorführungen der Berlinale Shorts. In fünf Blöcken gebündelte Kurzfilme, die nichts mit der üblichen Ware zu tun haben. Ein weltweiter Umblick und wenn einem einer nicht gefällt beginnt bald der nächste. Meine Lieblingsfilme sind:


SOME ACTIONS WHICH HAVEN'T BEEN DEFINED YET IN THE REVOLUTION von Sun Xun (China)
ANESTHESIA von Kim Souk-young (Republik Korea) (beide Berlinale Shorts Programm I)
THE LOST LAND von Zhao Yan (China) (Berlinale Shorts Programm II)
RAFA von Joao Salviza (Portugal / Frankreich) (Berlinale Shorts Programm III)
KARRABING! LOW TIDE TURNING (Australien) 
von Liza Johnson lief 2010 der sehr schöne IN THE AIR (Berlinale Shorts Programm IV)
VILAINE FILLE MAUVAIS GARÇON von Justine Triet (Frankreich) (Berlinale Shorts Programm V)


(Eingestellt von Saskia)

Donnerstag, 9. Februar 2012

Montag, 6. Februar 2012

INTERNET, WIE HABEN SIE DAS GEMACHT?

Ein Veranstaltungshinweis: Im Rahmen der Berlinale findet ein Werkstattgespräch statt, in dem unter anderem Mathilde Henrot (Festival Scope), Romuald Karmakar und Andreas Wildfang (realeyz.tv) mit Frédéric Jaeger (critic.de) die Frage diskutieren wie das Internet die Arbeit von Filmschaffenden beeinflusst.


In der Ankündigung heisst es: "In den Schlagzeilen häufen sich zuletzt die Meldungen über konspirative Netzwerke, Verhaftungen und Strafprozesse gegen "Filmpiraten" rund um den Globus. Statt das Internet als Gefahr zu begreifen, wollen wir uns hingegen ganz auf das kreative und produktive Potenzial des Mediums konzentrieren und konkret aus der Perspektive des Kinos fragen: "Internet, wie haben Sie das gemacht?"


Donnerstag 16. Februar, 15 Uhr
Deutsche Kinemathek (4. OG)


Mehr Informationen gibt es hier.





(Eingestellt von Hannes)

Sonntag, 5. Februar 2012

REVOLVER BERLINALE PARTY 2012

E    I    N    L    A    D    U    N    G


13.02. // FESTSAAL KREUZBERG + MONARCH // 22 UHR - OPEN END



Freuen uns sehr Euch wieder im Festsaal zu sehen. Damit es etwas entspannter zugeht, haben wir dieses Jahr mit dem Monarch Club noch eine Bar vier Häuser weiter dazu genommen. Die Revolver Herausgeber legen dort ab 23 Uhr auf. Im Festsaal sorgen die SICK GIRLS bereits ab 22 Uhr für den nötigen Sound.


see you there,


Gruß
Die Herausgeber




FESTSAAL KREUZBERG
Skalitzer Straße 130


MONARCH
Skalitzer Str. 134
(Eingang Stahltür gegenüber Döner-Laden)


Eintritt: 5 Euro
Verkehrsverbindung
Kottbusser Tor
U 1 // U 8