Dienstag, 31. Januar 2012

LESETIPP

„Nous ne sommes plus innocents”, ein schöner Text von
Jacques Rivette. Zu finden hier, bei dem Online-Magazin senses of cinema.



(Eingestellt von Nicolas)

Freitag, 27. Januar 2012

HEUTE: REVOLVER LIVE! (27) / ANDREW BUJALSKI


Werkstattgespräch mit Andrew Bujalski über die Unschärfe des Lebens und seine ästhetischen Strategien, diese aufzuzeigen.


20 Uhr / Freitag, 27.01.2012 / Kino Arsenal / Eintritt 3 Euro 


see you there


Nicolas


(Eingestellt von Nicolas)

Donnerstag, 26. Januar 2012

WIR TRAUERN UM VADIM GLOWNA



Wir trauern um Vadim Glowna, einem der spannendsten und vielseitigsten deutschen Schauspieler und Regisseure. Wir werden ihn und seine Arbeiten vermissen. Er starb am 24. Januar 2012, nach kurzer schwerer Krankheit, im Alter von 70 Jahren.


(Eingestellt von Benjamin)

Mittwoch, 25. Januar 2012

BEESWAX

Bujalskis wunderbarer Film BEESWAX läuft morgen (26.01.12) um 21.30 im Kino Arsenal. Eigentlich wollte ich einen Teaser ins Netz stellen. Aber der offizielle Trailer gibt den Film so schlecht wieder, dass ich lieber darauf verzichte. Stattdessen: der charmante Trailer eines anderen Films, der ebenfalls in einem Shop spielt. 


(Eingestellt von Nicolas)

Sonntag, 22. Januar 2012

U UND E



Nina Menkes hat mir diesen Ausschnitt geschickt (45 Sekunden aus CUT von Amir Naderi), auf meine Frage, ob Sie nicht auch ein persönliches Manifest über Ihre fimische Arbeit für die nächste Revolver Ausgabe schreiben wolle. Offensichtlich spielt der in Deutschland viel bemühte (Schein-) Gegensatz zwischen unterhaltender und ernst zunehmender Kunst im asiatischen Raum kein Gehör. 


(Eingestellt von Nicolas)

Freitag, 20. Januar 2012

REVOLVER LIVE! (27): ANDREW BUJALSKI

E I N L A D U N G


Werkstattgespräch mit Andrew Bujalski


Fr., 27. Januar 2012
20 Uhr
Kino Arsenal


Im Gegensatz zum Leben, welches sich stetig wandelt, in dem Kompromisse ausgehalten, vertagt oder verhandelt werden müssen, im Gegensatz zu diesem Chaos der unendlichen Varianten verfügen Spiele über ein klar umrissenes Regelwerk. Diese Einschränkung spitzt Situationen zu, fordert sekundenschnell Handlungen ein, die eindeutig zu Sieg oder Niederlage führen. Obwohl Spiele also mit der Unschärfe des Lebens nichts zu tun haben, ist deren Bauweise auf die Dramaturgie von Filmen übertragen worden. In Bujalskis filmischem Kosmos sucht man diese Mechanismen vergebens. Seine Charaktere haben sich in den Sicherungsnetzen ihres sozialen Umfelds verfangen. Sie sprechen mehr als dass sie entscheiden. Und sie finden erst im Reden heraus, was sie eigentlich sagen wollen. Das ist komisch mitanzusehen oder, genauer gesagt, zu erleben. Denn Bujalski beobachtet keinen Alltag, sondern folgt konsequent dessen verschlungenen Pfaden.


Freue mich sehr darauf mit dem US Indie-Filmemacher über seine ästhetischen Strategien und die Beweggründe seiner Arbeit zu sprechen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Arsenal Institut für Film- und Videokunst, welches die wunderbar entspannten, wie präzisen Filme vorab zeigen wird.

24.1, 20h / 31.1, 19.30h
MUTUAL APPRECIATION (USA 2005, OF 110´)
26.1., 19.30h / 28.1, 20h
FUNNY HA HA (USA 2002, OF 89´)
26.1 , 21.30
BEESWAX (USA 2009, OMU 100´)

(Eingestellt von Nicolas)

Mittwoch, 18. Januar 2012

PAUSE



Das Revolver Blog gibt es jetzt fast ein Jahr und wird ungefähr 50 mal mehr gelesen als das Heft. Ist das Erfolg oder nur verrückt? Danke jedenfalls für das Interesse. Ich nehme das Jubiläum zum Anlass für eine Pause von vier Wochen - die Kollegen machen weiter.


Grüße, Christoph




P.S.: Das Schweigen der Weblogs wird unterbewertet

Dienstag, 17. Januar 2012

JOURNEY

Seit Martin Scorsese eine „lebende Legende” ist, haben seine Filme nie mehr die Intensität erreicht, die ihn zur Legende gemacht hat. Aber während die weißen Elefanten seiner Spielfilme immer akademischer werden, hat sein Engagement für das alte Kino nichts von seinem Feuer verloren. Seine Arbeit für die World Cinema Foundation, sein Einsatz für marginalisiertes Kino in den USA („Martin Scorsese presents”) und nicht zuletzt die filmhistorischen Dokumentationen über, zum Beispiel, das italienische KinoElia Kazan oder Val Lewton, an denen er mitgewirkt hat (nicht immer war er Regisseur), sind kenntnisreich und leidenschaftlich und haben zahllose Filmliebhaber für das große Off der Filmgeschichte sensibilisiert. Eine der schönsten dieser Reisen durch die Filmgeschichte ist „A Personal Journey with Martin Scorsese Through American Movies”, die er zusammen mit Michael Henry Wilson gemacht hat. Für mich jedenfalls waren viele Ausschnitte und Hinweise augenöffnend. Das BFI hat eine Kurzversion (133 Minuten gegenüber der ursprünglichen 225) dieser Dokumentation nun dankenswerter Weise ins Netz gestellt. Wer sie nicht kennt, dem sei sie herzlich empfohlen.


(via)



P.S.: Das Laden kann eine Weile dauern.


(Eingestellt von Christoph)

Montag, 16. Januar 2012

FÜNFZIG JAHRE SPÄTER

Weil ja der Kulturbetrieb „anlässlich” funktioniert, wird man 2012 viel von Oberhausen hören, denn die Verlesung des Oberhausener Manifests (das übrigens in München verfasst worden war) jährt sich am 28.02. zum fünfzigsten Mal. 



Drei Bilder aus Edgar Reitz' faszinierendem Ultrascope-Experiment GESCHWINDIGKEIT - KINO EINS (1963) - mehr oder weniger zeitgleich mit dem Manifest entstanden.


Zum Auftakt ist heute eine Website online gegangen, die Filme, Texte, Materialien zum Thema versammelt und auf Veranstaltungen hinweisen wird. Das Ganze ist Teil des Projektes „Provokation der Wirklichkeit”, das die filmischen Arbeiten der 26 Unterzeichner – darunter Alexander Kluge, Edgar Reitz, Peter Schamoni, aber eben auch viele, deren Namen heute niemand mehr kennt – „systematisch zu sichern und sammeln” verspricht. (Für das begleitend erscheinende Buch habe ich an einer Diskussion teilgenommen).


Auch eine 10-teilige Soap zum Thema wird es geben: DAS OBERHAUSENER GEFÜHL. „Eine Berliner Filmkünstlerclique bildet sich ein, Oberhausen sei das neue Kreuzberg. Die Stadtverwaltung ist entzückt: endlich Kreativwirtschaft. Denn sie denkt seit Richard Florida, Kunst sei die neue Kohle.” Regie führt DFFB-Absolvent Max Linz (dessen viel gelobte Farce DIE FINANZEN DES GROSSHERZOGS RADIKANT FILM ich leider nicht gesehen habe), die erste Folge geht am 21.02. online.


(Eingestellt von Christoph)

VERY SPECIFIC THINGS AT NIGHT

Wenn Vertrautes fremd wirkt: Ein kurzer Film des philippinischen Regisseurs John Torres.


video 


In Heft 20 ist ein sehr lesenswerter Text von John zu finden, in dem er die filmische Suche nach einem Film beschreibt. 


(Eingestellt von Nicolas)

Samstag, 14. Januar 2012

WHAT KIND OF BIRD?



Wes Anderson, Groß-Idiosynkrat, hat einen neuen Film gemacht: MOONRISE KINGDOM. Ich mache mir Hoffnungen, zumal ich FANTASTIC MR. FOX (USA 2009) als return to form erlebt habe...


(Eingestellt von Christoph)

VORWORT # 25



Als wir anfingen mit Revolver, 1998, war DV in aller Munde. Die Hoffnung war, dass neue Techniken das Filmemachen quasi von selbst revolutionieren. In einem Lied singt Björk von dem Berg, in dem die Dinge warten, bis sie von den Menschen „erfunden” werden. Daran mussten wir denken, als die Nachricht kam, dass die Produktion analoger Filmkameras eingestellt wird. Die Digitalisierung hat „gewonnen“, aber im Berg wartet schon die nächste Neuheit, die wirklich werden will. Was „weiß“ die Technik vom Kino? Sind unsere Werkzeuge wirklich neutral? Dieses Heft lädt dazu ein, den Geist in der Maschine zu suchen. Viel Vergnügen wünschen


Die Herausgeber


-


Revolver abonnieren (zwei Ausgaben für nur 11 Euro im Jahr)
Revolver einzeln kaufen (pro Ausgabe 6 Euro)
Revolver kann in jedem Buchladen bestellt werden (# 25 hat die ISBN Nr. 978-3-88661-344-1)


(Eingestellt von Christoph)

ENDLICH GREIFBAR: HEFT 25



Das Heft enthält ein Gespräch zwischen Jeanne Balibar und Mathieu Amalric, Interviews mit Vladimir Perisic, Bernd Sahling und Pip Chodorov sowie Texte von Fritz Schediwy und Marie Vermillard.


(Eingestellt von Christoph)

Freitag, 13. Januar 2012

ZWEI LESEEMPFEHLUNGEN

1
In der neuen Ausgabe der Cahiers du Cinéma gibt es unter der Überschrift „Les films les plus attendus de 2012” einen Drehbericht über Leos Carax exzentrisches neues Projekt HOLLY MOTORS, der mich neugierig gemacht hat. Ausserdem werden neue Filme von Oliviera (GEBO ET L'OMBRE, mit Jeanne Moreau) und Kiarostami (LIKE SOMEONE IN LOVE, der in Japan entsteht) vorgestellt. Isabelle Huppert spricht über ihre Erfahrungen mit Brillante Mendoza (CAPTIVE, Berlinale Wettbewerb) und Hong Sang-Soo (IN ANOTHER COUNTRY). Eine bezaubernde Bildstrecke schliesslich widmet sich Miguel Gomes TABU (Berlinale Wettbewerb), ein Film, der laut Komplizenfilm „die Geschichte einer Liebe und eines Verbrechens im Afrika der Abenteuerfilme” erzählt. Hier drei Bilder:





2
In der neuen Ausgabe von Cineaste gibt es einen lesenswerten Schwerpunkt zum politischen Film heute. Unter anderen äussern sich Gianni Amelio („This is the paradox, or maybe it isn't: political cinema, films of social intervention and opposition, are all the more necessary when the chances of reaching viewers are less.”), Olivier Assayas („I do not see cinema having any deep effect on the consciousness of individuals”), John Gianvito („If today I choose to make films, it is to remind myself first and foremost that there are more important things than films.”), Amos Gitai („In a strange way, I think that with all of these image rebellions expressed through social media, we are almost in the midst of a Jean-Luc Godard wet dream.”), Robert Guédeguian („In countries like France, if the quality of the film is strong, there are no obstacles.”), Kelly Reichardt („Historically, bad times bring better art. I'am not really sure why there weren't large and small films post-Bush along the lines of 2001: A SPACE ODYSEE, THE GRADUATE, THE PARALLAX VIEW, APOCALYPSE NOW, etc”) und John Sayles („As a screenwriter for Hollywood movies, my job is often to take out factors which get in the way of a smooth flow of story or the percieved enjoyment of a mass audience, and these are often the political and economic realities of whatever era the movie is set in. In the case of my own movies, the closer to the present situation the film is dealing with, the more complaints from critics we get that the film has 'an agenda' – as if this is in some way breaking a convenant with them or betraying what 'the movies' are supposed to be about.”).


(Eingestellt von Christoph)

Mittwoch, 11. Januar 2012

HE´S THE BEST

...der große Andy Kaufmann:



(Eingestellt von Nicolas)

YOU ARE THE BEST




Passt zum Thema „Sprechen im Film” und beantwortet die Frage, was Juliette Lewis in letzter Zeit so treibt. Rasend komisch.


(Eingestellt von Christoph)

Dienstag, 10. Januar 2012

GEDÄCHTNISSTÜTZE

Der Abend gestern war erfreulich gut besucht und mindestens aus Podiumsperspektive anregend. Nachfolgend, als Gedächtnisstütze, einige der Filme, von denen die Rede war, in chronologischer Reihenfolge.


I

Ernst Lubitsch

Jean Renoir

Alfred Hitchcock

Thorold Dickinson
GASLIGHT (1940)

Fritz Lang
MANHUNT (1942)

Howard Hawks

Orson Welles
MR. ARKADIN (1955)


II

Michael Cimino

Jacques Rozier

Alan Clarke

James L. Brooks

Abdellatif Kechiche
L'ESQUIVE (2003)

Angela Schanelec
MARSEILLE (2004)

Johnny To

Athina Tsangari
ATTENBERG (2010)

(Eingestellt von Christoph)

Samstag, 7. Januar 2012

MONTAG: NOTES ON TALKING PICTURES

Mit im Gepäck: Ernst Lubitschs unsterblicher TROUBLE IN PARADISE (USA 1932).


Zur Erinnerung: 


Am Montag, den 9.01.2012 um 19.30 h im Roten Salon der Volksbühne diskutiere ich mit der französischen Kuratorin / Kritikerin Marie-Pierre Duhamel über das Sprechen im Spielfilm. Um nicht allzu abstrakt zu werden, haben wir eine Fülle interessanter Filmbeispiele dabei, quer durch die Filmgeschichte. Vielleicht sehen wir uns? Ich würde mich freuen.



Christoph


Hier der ausführliche Post.


(Eingestellt von Christoph)

Freitag, 6. Januar 2012

HUMBOLDT MEETINGS: ANGELA SCHANELEC

Kurzer Hinweis:


Am 10.01.2012 wird Angela Schanelec im Rahmen der „Humboldt Meetings” Auskunft über ihre Arbeit geben. Ziel ist es, den kreativen Prozess mit einer interessierten Öffentlichkeit zu teilen. Der Eintritt ist frei, jeder ist willkommen.


Die Gesprächsreihe wird organisiert durch Régis Michel, Rudolf Arnheim Gastprofessor 2011/12 und Katharina Lee Chichester. Die nächsten Gäste sind Artur Zmijewski (23. Januar), Anne Tismer (31. Januar), Thomas Ostermeier (7. Februar) und Harun Farocki (21. Februar).


(Eingestellt von Christoph)

PORTERFIELD @ CARGO



Auf Cargo gibt es ein mehrteiliges Videointerview mit Matt Porterfield, dem Regisseur der Filme HAMILTON (2006) und PUTTY HILL (2010), die in der Revolver DVD Edition erschienen sind. Die Kapitel sind überschrieben: „His Baltimore Movies”, „The Wire”, „The Economy of Independent Cinema”. Im letzten Kapitel spricht Porterfield über seinen neuen Film I USED TO BE DARKER, der gerade im Schnitt ist. Das Gespräch führten Bert Rebhandl und Simon Rothöhler. 


(Eingestellt von Christoph)

Donnerstag, 5. Januar 2012

CRAFT IS A DANGEROUS THING

Charlie Kaufman, eine Art Popstar des Drehbuchs, dessen mad genius status sich in den letzten Jahren gewissermassen normalisiert hat (eine „Landung”, die vielleicht nicht zufällig mit seinem Regiedebüt SYNECDOCHE, NEW YORK zusammen gefallen ist), hat Ende September vergangenen Jahres auf Einladung der BAFTA eine Rede gehalten: Über seine Kunst, seine Zweifel, seine Fragen. Auch wenn mich die Cleverness seiner Arbeit immer auf Distanz gehalten hat: seine Rede ist inspirierend. Hier kann man sie sehen, dort lesen.


P.S.: Kaufmans neues Regieprojekt ist übrigens ein „musical on online criticism”...


(Eingestellt von Christoph)

HELLMAN, TAKAL, WISEMAN, SCHMITT

Noch einmal UNKNOWN PLEASURES: Thomas Groh und Lukas Förster schreiben über vier Favoriten aus dem Programm, im Perlentaucher. Das „American Independent Filmfest” im Berliner Kino Babylon geht noch bis zum 15.01.2012.


(Eingestellt von Christoph)

Mittwoch, 4. Januar 2012

PUTTY HILL + MATT PORTERFIELD

Zur Erinnerung: 


Am Donnerstag abend (5.01.2012, 21 h) gibt es im Rahmen von UNKNOWN PLEASURES #4 noch einmal die Gelegenheit, PUTTY HILL auf großer Leinwand zu sehen. Regisseur Matt Porterfield ist anwesend und wird sich nach der Vorführung den Fragen des Publikums stellen.


Im Kino Babylon, Berlin Mitte.




(Eingestellt von Hannes)

DIE SPIELREGEL



Ein Film wie kein zweiter: LA RÈGLE DU JEU von Jean Renoir (F 1939). A. O. Scotts Video ist wie immer ziemlich middlebrow, und doch entfacht es in mir das Feuer des Wiedersehen-Wollens.


(Eingestellt von Christoph)

2012

... ist da und wir greifen uns dieses Jahr Fassbinder: mit Gesprächen, Lesungen und natürlich seinen Filmen. Ab Mai geht's los. Mehr dazu in Kürze.




(Eingestellt von Hannes)

Dienstag, 3. Januar 2012

LUBITSCH 2'13''




Eben entdeckt: THE CLERK, ein Kurzfilm von Ernst Lubitsch aus dem Jahr 1932 (dem Jahr von TROUBLE IN PARADISE, einem seiner besten Filme) - mit Charles Laughton! Entstanden für den Omnibusfilm IF I HAD A MILLION gibt er eine sehr einfache Antwort auf die titelgebende Frage. Sehr charmant.


(via)


(Eingestellt von Christoph)

Montag, 2. Januar 2012

REVOLVER LIVE! (26) / MARIE-PIERRE DUHAMEL / 09.01.2012

E  I  N  L  A  D  U  N  G




'I AM A STRANGER HERE MYSELF' - SPRECHEN IM SPIELFILM
MARIE-PIERRE DUHAMEL im Gespräch mit Christoph Hochhäusler.


Am Montag, den 9. Januar 2011 um 19.30 h im Roten Salon der Volksbühne *


- IN ENGLISCHER SPRACHE -


Anhand konkreter Filmbeispiele wollen wir über die Entwicklung des Dialogs in der Filmgeschichte sprechen, mit einem besonderen Augenmerk auf die Rolle des Fremden im Kino, im Sinne einer Figur, der fremden Erfahrung, und als Rahmen des „Eigenen”. Dabei soll es insbesondere auch um verschiedene Realismen im Schreiben von Dialogen gehen - und um die Frage, welcher Grad der Abstraktion im Kino am besten mit unserer Erfahrung im Leben korrespondiert. Ich stelle mir den Abend schlaglichtartig und diskursiv vor; es geht durchaus nicht um Vollständigkeit oder Ausgewogenheit.


Die Diskussion wird - garantiert nicht akzentfrei - auf Englisch stattfinden, auch um den Aufwand der Einmischung seitens des Publikums möglichst gering zu halten. Alle Filminteressierten sind herzlich eingeladen.


Ziel ist ein offener Diskurs. Wir freuen uns auf einen lebhaften Abend!


Christoph Hochhäusler


*)
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Linienstraße 227
10178 Berlin 
Tel +49.30.24 065 - 5
Fax +49.30.24 065 642
info@volksbuehne-berlin.de


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Marie-Pierre Duhamel
Geboren 1952 in Paris. Kuratorin, Kritikerin, Dozentin, Produzentin, Regisseurin. Studium: Chinesische Sprache und Kultur in Paris, Shenyang und Nankin; Filmproduktion und Filmgeschichte in Paris. Mitglied der Auswahlkommission diverser Festivals, u.a. Venedig (2008-2011). Direktorin des Festivals „Cinéma du Reel” am Centre Pompidou (2004-2008). Dozenturen für Filmgeschichte und Filmanalyse u.a. in Barcelona (Pompeu Fabra), Paris (FEMIS), Grenoble (Stendhal). Filme (Auswahl): „Ronde de flics à Pékin” (1995, Prod., Regie: Ning Ying), „Sept en attente” (1995, Prod., Regie: Françoise Etchégaray). Entwicklung von Dokumentarfilmen mit Marianne Gosset und Benoît Keller. „Dolorès Del Rio, de Hollywood à Mexico” (2003, Dok., Regie), „Les Animaux ont une histoire” (2004, Dok., Regie).




Christoph Hochhäusler
Geboren 1972 in München. Autor, Regisseur. Studium: Architektur an der TU, Berlin; Filmregie an der HFF, München. Filme (Auswahl): „Milchwald” (2003), „Falscher Bekenner” (2005), „Séance” (Kurzfilm, Teil des Omnibusfilmes „Deutschland '09”, 2009), „Unter Dir die Stadt” (2010), „Eine Minute Dunkel” (Teil der Dreileben-Trilogie, zus. m. Christian Petzold und Dominik Graf).


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ENGLISH VERSION



OBSZÖN

„Val Kilmer zündet sich eine Zigarette an. Im Film HEAT. Im türkischen Fernsehen, in einer Privatstation, Star TV oder Show TV, in diesem Sommer. Die AKP Regierung hat die Zigarette im Kino und Fernsehen verboten. Val Kilmers Hand, die in die Jackentasche gegriffen hat, herumnestelte, ist plötzlich verpixelt. Die Pixelfläche wird zum Mund geführt, der jetzt auch, unterhalb der Augen, völlig verpixelt ist.


Der schöne Moment: Aus der Pixelfläche tritt Rauch, klarer, ausgeatmeter Rauch. Der ist nicht verboten. Irgendwie unanständig sieht das aus. Zensur führt wahrscheinlich immer zu Obszönität.”


Christian Petzold im Cargo-Rückblick „Was vom Jahr bleibt”.




Zum Thema Rauchen und Film siehe auch *


(Eingestellt von Christoph)