Dienstag, 16. Dezember 2014

MATERIAL

in eigener Sache
Pierre Gras
Good Bye, Fassbinder!
Der deutsche Kinofilm seit 1990

Übersetzt und herausgegeben von Marcus Seibert
Mit einem Vorwort von Christoph Terhechte

Verlagsinformationen: "Die erste umfassende Bestandsaufnahme des deutschen Kinofilms seit 1990 - kommt aus Frankreich!

Nach der Ära des Autorenfilms von Fassbinder, Wenders und Herzog in den siebziger Jahren überrascht heute ein neues, facettenreiches deutsches Kino, dem man auch international mit Interesse begegnet. Der Filmwissenschaftler und leidenschaftliche Kenner deutscher Filme Pierre Gras stellt das deutsche Kino seit 1990 in einem klar strukturierten und gut lesbaren Gesamtbild dar, in dem er einzelne Autoren vorstellt, die unterschiedlichen künstlerischen Strömungen und Schulen beschreibt, die diversen politischen und ästhetischen Ansätze sowie die filmwirtschaftlichen Gegebenheiten der aktuellen deutschen Kinolandschaft analysiert.

Mit Texten über Tom Tykwer, Wolfgang Becker, Christian Petzold, Angela Schanelec, Thomas Arslan, Christoph Hochhäusler, Benjamin Heisenberg, Valeska Griesebach, Maren Ade, Fatih Akin, Andreas Dresen, Hans-Christian Schmid, Thomas Heise, Volker Koepp u.v.a."


Aus dem Text:

Die Situation ist paradox: Einerseits haben gerade Petzold, Arslan, Schanelec und Hochhäusler ihren persönlichen Stil entwickelt, der auch auf den großen Festivals und international Anerkennung findet. Petzold und Arslan haben sogar in Frankreich inzwischen eine Fan-Gemeinde bei den Programmkinobesuchern. Andererseits genießen sie als Propheten im eigenen Land keine nennenswerte Anerkennung beim deutschen Publikum. Ihnen schlägt sogar offene Feindseligkeit aus den eher kommerziell orientierten Teilen der Kinobranche entgegen und nicht selten der Hohn der Kritiker überregionaler Zeitungen, die gerne die talentiertesten Regisseure als Intellektuelle verspotten, die unfähig seien, das große Publikum für ihre Filme zu interessieren. Junge Filmemacher wie Brüggemann haben sich den offenen Feindseligkeiten inzwischen mit dem erkennbaren Wunsch angeschlossen, auch ihren Teil vom Kuchen abzubekommen. Sein Pamphlet Fahr zur Hölle, Berliner Schule zielt ganz klar darauf ab, den Älteren ihren Platz in der intellektuellen Landschaft streitig zu machen. In Oh Boy wird an einer Stelle über die »Berliner Sonderschule« gespottet.

2013 waren deutsche Filme im heimischen Kinomarkt so erfolgreich wie nie zuvor. Kein einziger der Filmemacher von Deutschland 09 hat davon profitieren können. Und 2014 ist mal wieder kein deutscher Film in Cannes eingeladen worden, obwohl mit Fatih Akıns The Cut, Christian Petzolds Phoenix, Christoph Hochhäuslers Die Lügen der Sieger und Andreas Dresens Als wir träumten gleich vier Filme von Regisseuren eingereicht worden sind, die mit anderen Filmen bereits zum Festival geladen waren.

Es folgt einer erkennbaren Logik, daß viele der genannten deutschen Filmemacher sich heute in Genres wie Western, Komödie, Historienfilm oder Thriller versuchen, um der drohenden Starre der eigenen Vorgaben zu entkommen. Das im Ausland angesehene Etikett Berliner Schule scheint inzwischen vor allem eine Last für die Beteiligten zu sein. Die Retrospektive im MOMA in New York Ende 2013 war eine schöne, wenn auch reichlich späte Würdigung des Phänomens, wenn man den Wendepunkt bedenkt, an dem sich die meisten Karrieren der in dieser Schau gezeigten Filmemacher befinden. Das erklärt auch deren Mißtrauen gegen den Begriff, den keiner von ihnen selbst verwendet und der inzwischen eher eine vergangene Epoche des deutschen Kinos bezeichnet.

Die Umstellung, zu der die deutschen Filmemacher gezwungen scheinen, ist eine Chance. Sie müssen liebgewonnene Positionen verlassen, wenn sie nicht darin erstarren wollen und somit aufhören, Filme vor allem in erklärter Opposition zu dem von ihnen abgelehnten kommerziellen und derzeit so erfolgreichen deutschen Kino zu machen, um zu einer Erneuerung ihres Kinos zu finden und bestimmte selbst auferlegte Beschränkungen abzustreifen, die sich inzwischen zu neuen Kinokonventionen verfestigt haben. Sie müssen zu einem erneuerten Begriff der Fiktion zurückfinden. Sie haben inzwischen die Möglichkeit, ihre Filme international zu finanzieren, insbesondere in Koproduktionen mit französischen Firmen – eine Öffnung hin zu einem vielversprechenden europäischen Markt, die erlaubt, andere Produktions- und Verleihzusammenhänge kennenzulernen. Sie sollten durch diese Koproduktionen nicht im europäischen »Mainstream« untergehen und weiterhin jeder Tendenz einer Normalisierung mißtrauen, wie sie derzeit auch große Teile des französischen Kinos lähmt.

(eingestellt von Marcus)

Dienstag, 2. Dezember 2014

WORST CASE SCENARIO

in eigener Sache:


Am Donnerstag, den 4.12. hat WORST CASE SCENARIO seine Berlin Premiere im Rahmen von 14films around the world. Und zwar um

19.30 Uhr
Babylon Mitte
Wiederholungen am 5.12. um 21.45 Uhr und am 6.12. um 19.30 Uhr

Worst Case Scenario ist ein Film von Eva Löbau, Samuel Finzi, Laura Tonke, Janek Bielawski, Mirek Balonis, Katharina Jakobs, Markéta Polednová, Moritz Müller, Kawe Vakil, Florian Mischa Böder, Andreas Menn, Tobias Ellenberg, Adrian Baumeister, Andreas Hildebrandt, Filip Jacobson, Angelika Herta, Evelin Haible, Hans-Werner Geißendörfer, Oliver Held, Stefan Stabenow, Harald Kempe, Justyna Bartoszewicz, Jutta Riedel, Maciek Sykala, Jakub Ehrlich, Mieke Ulfig, Elena Wegner, Vivien Mahler, Susanne Ellinghaus, Helene Seidel, Katrin Vorderwühlbecke, Stefan Kriekhaus, Peer Klehmet, Darko Petkovic, Fabian Miebach, Michael Haves, Mariola Smolinska, Marius Wawer, Gerrit Lucas, Janusz Kojro, einigen anderen und Franz Müller.

ein Film auf Deutsch, Englisch und Polnisch gedreht in Gdansk, Gdynia, Sopot, Rewal und Jantar.

We don't know what it is, but we do know that WORST CASE SCENARIO is not what you would call a quality arthouse film. So come and take a look.

Wir freuen uns auf Euch.

Pozdrawiam serdecznie
Franz




Dienstag, 25. November 2014

HEFT IN SICHT!



Geht dieser Tage in den Druck: Revolver 31. Neu gestaltet von Mathilde Lesueur und Jérémie Harper. 

Enthält Interviews mit Razvan Radulescu, Phan Dang Di, Peter Liechti, Günther Stahnke u.a.

Samstag, 25. Oktober 2014

REVOLVER LIVE! (40) – RUBEN ÖSTLUND: KEINE HELDEN, NIRGENDS



Der schwedische Regisseur Ruben Östlund hat mit seinen bislang vier Lang- und einer Handvoll Kurzfilmen ein filmisches Universum umrissen, das seinesgleichen sucht. Es handelt, einerseits, vom Unbehagen, ja Horror, einer bürgerlichen Existenz, die zunehmend passiv definiert scheint. Der Titel seines zweiten Films ist dabei Programm: „De ofrivilliga”, Unfreiwillig, manövrieren sich die Figuren in die Enge einer repressiven Leere, die unser modernes Leben bestimmt. Souveränes Handeln, gar Heldentum, kommt nicht vor. Andererseits liegt im vergeblichen Charakter der Anstrengungen immer auch etwas Komisches. Östlunds Blick oszilliert zwischen „klinischer” Strenge und einem abgründigen Humor, der die Figuren davor bewahrt, zu bloßen Funktionären einer Idee zu werden. Gerade weil er die Überwachungslogik der visuellen Ebene mit einem ungezähmten Realismus der Details kontert, entfalten die Filme so eine große emotionale Wirkung.

Mit HÖHERE GEWALT (aka „Force Majeure”), der auf den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes für Furore gesorgt hat (Jurypreis der Sektion „Un Certain Regard”), schafft es nun zum zweiten Mal ein Film des Regisseurs regulär ins deutsche Kino (Filmstart 20.11.2014). Für uns der willkommene Anlass, Östlund über seine filmische Arbeit zu befragen.

Ziel ist ein offener Diskurs. Alle Filminteressierten sind dazu herzlich eingeladen. 

Wir freuen uns
Christoph Hochhäusler, Peter Hecker


Der schwedische Filmemacher Ruben Östlund im Gespräch mit Christoph Hochhäusler (Revolver) und Peter Hecker (Filmemacher). In Englischer Sprache. Mit Videobeispielen.

Am SONNTAG, den 2.11.2014 um 20.00 h im Roten Salon.

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DER GAST:

Ruben Östlund
Geb. 1974 in Styrsö / Göteborg (Schweden). Regisseur und Autor. Kam über die Produktion von Ski-Videos zur Spielfilmregie. Studium: Film an der Göteborg Universität (Hochschule für Fotografie und Film, heute: Akademin Valand) wo er seit 2014 Filmisches Gestalten lehrt. Zusammen mit Produzent Erik Hemmendorff gründete er die Firma Plattform, die seine Filme produziert.
Filmographie (Auswahl): „Låt dom andra sköta kärleken“ (Lass’ die Liebe den Anderen, Dok. Kurzfilm 2001), „Familj igen” (Wieder Familie, Dok. Kurzfilm 2002), „Gitarrmongot” (Der Gitarren-Mongoloide, Spielfilm 2004), „Scen nr: 6882 ur mitt liv” (Autobiografische Szene Nr 6882, Kurzfilm 2005), „Nattbad” (Nachtbad, Kurzfilm 2006), „De ofrivilliga” (Unfreiwillig, Spielfilm 2008), „Händelse vid bank” (Vorfall bei einer Bank, Kurzfilm 2009), „Play” (Spielfilm, 2011), „Turist” (Höhere Gewalt, Spielfilm, 2014).


DIE MODERATOREN:

Christoph Hochhäusler
Geb. 1972 in München. Autor, Regisseur. Revolver-Gründer und Mitherausgeber. Studium: Architektur an der TU, Berlin; Filmregie an der HFF, München. Filme (Auswahl): „Milchwald“ (2003), „Falscher Bekenner“ (2005), „Séance“ (Kurzfilm, Teil des Omnibusfilmes „Deutschland ’09“), „Unter Dir die Stadt“ (2010), „Eine Minute Dunkel“ (Teil der Trilogie „Dreileben“, zus. m. Christian Petzold und Dominik Graf, 2011), „Die Lügen der Sieger“ (2014).

Peter Hecker
Geb. 1981 in Erfurt. Regisseur. Studium Animation an der Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg; Regie an der HFF Konrad Wolf, Potsdam-Babelsberg. Filme
(Auswahl) Pietà (Kurzfilm, 2006), Gut zu sein. (Kurzfilm, 2007), Alles außer hören (Dok., 2009), Nebenan (Kurzfilm, 2010), Räschen (Dok., 2014).

Montag, 13. Oktober 2014

REVOLVER LIVE! (39) – WAS IST AKTIVISTISCHE FILMKRITIK?




WAS IST AKTIVISTISCHE FILMKRITIK?

Auf den diesjährigen Kurzfilmtagen in Oberhausen hat ein Flugblatt für Aufsehen gesorgt. Als Reaktion auf ein zunehmend „konventionelles und formelhaftes Kino“ und dem dazu konformen Service-Journalismus wird darin eine „aktivistische Filmkritik“ gefordert. Die Kritiker müssten ihren „passiven Pragmatismus überwinden und den Aktivismus für sich wiederentdecken“, schreiben die Verfasser. Dafür wolle man auch „wirtschaftliche Risiken” tragen – ein direktes Zitat aus dem Oberhausener Manifest von 1962. Zu den konkreten Ankündigungen der Unterzeichner gehört die Durchführung einer „Woche der Kritik“ parallel zur Berlinale. Aber was muss man sich darunter vorstellen? Eine deutsche „Semaine de la critique“? – in bewusster Verletzung jener Neutralität, auf die die deutsche Kritik sonst so gerne pocht? Und wie wollen die Aktivisten ihre Ideen – „Freiräume müssen permanent erkämpft werden“ – von den Fahnen auf die Straße bringen? Wir haben drei der Initiatoren eingeladen, ihre Ideen mit uns zu diskutieren.

Ziel ist ein offener Diskurs. Alle Filminteressierten sind dazu herzlich eingeladen. 

Wir freuen uns

Christoph Hochhäusler, Nicolas Wackerbarth


Die FilmkritikerInnen Dunja Bialas, Frédéric Jaeger und Claus Löser im Gespräch mit den Revolver-Herausgebern Christoph Hochhäusler und Nicolas Wackerbarth.

Am FREITAG, den 24.10.2014 um 20.00 h im Roten Salon*.


*
Linienstraße 227
10178 Berlin 
Tel +49.30.24 065 - 5
Fax +49.30.24 065 642
info@volksbuehne-berlin.de

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DIE GÄSTE:

Dunja Bialas
Dunja Bialas ist Redakteurin des Online-Filmmagazins Artechock. Von 2002-2013 arbeitete sie als Kuratorin beim Internationalen Dokumentarfilmfest München (Dok.fest) und verantwortete von 2011-2013 die Auswahl der Filme für den Internationalen Wettbewerb. 2006 gründete sie zusammen mit Bernd Brehmer (Werkstattkino München) das Independent-Filmfestival UNDERDOX - dokument und experiment. Seit 2014 ist sie als Organsatorin und Programmberaterin bei den Münchner  Filmkunstwochen tätig. Sie ist seit Mai 2013 Vorstandsmitglied des VdFk (Sprecherin). Außerdem ist sie im Vorstand des Festivalverbands Filmstadt München e.V. (seit 2013). Dunja Bialas lebt und arbeitet in München.

Frédéric Jaeger
Frédéric Jaeger ist Chefredakteur von critic.de, einem filmästhetisch und kulturpolitisch engagiertem Online-Kinomagazin. Schwerpunkte in seiner Arbeit sind Produktionsdiskurse, französische Filme, deutscher Nachwuchs und die Vermittlung von Kino und Kritik an Jugendliche. Medienpädagogische Projekte betreut er regelmäßig seit 2005, unter anderem für die Berlinale-Sektion Perspektive Deutsches Kino und in Cannes für die Semaine de la Critique, wo er den Workshop „Ganz Junge Kritik“ von 2005 bis 2011 geleitet hat. Seit 2010 war er Mitglied im Beirat des Verbands der deutschen Filmkritik. Seit 2013 ist er geschäftsführender Vorstand. Er hat Filmwissenschaft und Philosophie an der Freien Universität Berlin studiert.

Claus Löser
Geboren 1962 in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz). Seit 1980 entstehen Texte, Musik und Filme. 1990 bis 1995 Filmstudium in Potsdam-Babelsberg (Diplom). Seit 1990 Programmgestalter für das „BrotfabrikKino“ in Berlin. Seit 1992 freier Filmkritiker (u.a. für taz, Berliner Zeitung, film-dienst). 1996 Gründung der Sammlung „ex.oriente.lux - Experimentalfilmarchiv Ost 1976 bis 1989“ und Herausgabe des Buchs „Gegenbilder – Filmische Subversion in der DDR“. 2009: Dokumentarfilm „Behauptung des Raums - Wege unabhängiger Ausstellungskultur in der DDR“. 2011: Promotion, Veröffentlichung des Buches „Strategien der Verweigerung“. Mitglied der BKM-Jury für Drehbuch- und Produktionsförderung und des Beirats der DEFA-Stiftung. Seit 2013 Vorstandsmitglied des VDFK. Arbeitet als Autor, Filmemacher, Kurator und Lehrbeauftragter in Berlin.

DIE MODERATOREN:

Christoph Hochhäusler
Geb. 1972 in München. Autor, Regisseur. Revolver-Gründer und Mitherausgeber. Studium: Architektur an der TU, Berlin; Filmregie an der HFF, München. Filme (Auswahl): „Milchwald“ (2003), „Falscher Bekenner“ (2005), „Séance“ (Kurzfilm, Teil des Omnibusfilmes „Deutschland ’09“), „Unter Dir die Stadt“ (2010), „Eine Minute Dunkel“ (Teil der Trilogie „Dreileben“, zus. m. Christian Petzold und Dominik Graf, 2011), „Die Lügen der Sieger“ (2014).

Nicolas Wackerbarth
Geb. 1973 in München. Regisseur, Autor, Schauspieler. Revolver-Mitherausgeber. Studium: Schauspiel an der Bayerischen Theaterakademie München; Filmregie an der DFFB, Berlin. 1996–97 Schauspiel Frankfurt, 1997–2000 Städtische Bühnen Köln. Filme (Auswahl): „Anfänger!“ (TV, 2004), „Westernstadt“ (Dok., 2005), „Halbe Stunden“ (Kurzfilm, 2007), „Unten, Mitte, Kinn“ (2011), „Halbschatten“ (2013).

Donnerstag, 9. Oktober 2014

LE MERAVIGLIE

Ich habe eben erst gesehen, dass LE MERAVIGLIE schon seit einer Woche im Kino läuft. Und zwar abends in Berlin nur noch in den Hackeschen Höfen und im Rollberg Kino. Der Film hat den deutschen Verleihtitel LAND DER WUNDER.


Wenn jemand einen Funken Fellini versprüht, dann Alice Rohrwacher. Zauber- und fabelhaft im wahrsten Wortsinn. Unbedingt ansehen, bevor der Film aus den Kinos verschwindet.


Franz

Samstag, 27. September 2014

COAL MINER'S DAUGHTER

Great film by Michael Apted with still young Tommy Lee Jones and Sissy Spacek as Loretta Lynn. Beverly d'Angelo plays and sings Patsy Cline.

 

Neben Bruce Beresford's "Tender Mercies" für mich der schönste Film mit und über Country Musik.



Der Slogan, mit dem der Film 1980 beim Kinostart beworben wurde, sagt eigentlich alles:


She wanted a wedding ring. He gave her a guitar.


Sonntag 28.9. um 20 Uhr im Arsenal. Schade, dass ich in Köln bin.

Franz


Dienstag, 23. September 2014

EINE ANDERE ERINNERUNG

(in eigener Sache:)

Der Revolver-Mitarbeiter Geremia Carrara stellt in Köln in Zusammenarbeit mit dem Filmclub 813 das Archivio Nazionale del Film di Famiglia vor.

Die Veranstaltungen finden jeweils 26.9.-27.9.2014 um 20:00 im Kino 813 in der BRÜCKE, Hahnenstraße 6, 50667 Köln statt.

"Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es in Deutschland keine offizielle Institution die privates 8mm-Filmmaterial schützt. Auch in Deutschland brauchen wir ein nationales Archiv des Familien- bzw. Amateurfilms! Kann ein derartiges Filmarchiv nicht im geplanten neuen Kölner Stadtarchiv etabliert werden?"

Das Archivio Nazionale del Film di Famiglia - Home Movies in Bologna sammelt seit 2002 Super8-, 8mm- (=Normal8) und 9,5mm-Filmrollen aus ganz Italien. Der Direktor Paolo Simoni stellt Archivmaterialien vor und erläutert die Arbeit seines Archivs.


Das Programm

Freitag, 26.9.2014, 20 Uhr
COME UN CANTO (WIE EIN LIED)
Italien 2010 - OmU - digital (16mm)
Ausschnitte, Notizen und Bilder eines vergessenen Regisseurs. Dieser Film ist eine Rekonstruktion der Beziehung zwischen Antonio Marchi und dem Kino anhand der Amateurfilme, die er in den vierziger Jahren gedreht hat.

EXPANDED ARCHIVE (8mm, S8, 9,5mm, 16mm)
Dieser Film ist ‚work in progress’, der die Sprache des Amateurfilms untersucht. Er dekonstruiert diese Filme auf der semantischen und syntaktischen Ebene und gibt dem Zuschauer einen neuen unerwarteten Blick auf die Bilder.

DIE ZIRKUS-FAMILIE TOGNI - HOME MOVIES
Italien 2006 - 50 Min. - digital (8mm) - Privatfilme aus den 40er-70er
mit einer musikalischen Live-Vertonung (!) von Alessandro Palmitessa. Der Film zeigt die faszinierenden Bilder, die die Familie Togni von den vierziger bis siebziger Jahren gedreht hat.

Als besondere Zugabe wird ein unveröffentlichter Kölner 8mm-Film (15 Min.) präsentiert, der u.a. Aufnahmen aus und vor dem Brauhaus „Hahnenbräu“ in der alten Hahnenstraße am Rudolfplatz vor dem Abriß Mitte der 30er zeigt!

Samstag, 27.9.2014, 20 Uhr
FORMATO RIDOTTO
5 Kurzfilme in verschiedenen Amateur-Formaten aus unterschiedlichen Jahrzehnten
Italien 2012 - OmU - 50 Min. - digital (8mm / Super8 / 9,5mm / 16mm)
Ein Kollektivfilm, zu dem sich fünf italienische Schriftsteller wie z. B. Ermanno Cavazzoni und Wu Ming durch die Amateurfilme aus dem Archivio Nazionale Film di Famiglia haben inspirieren lassen.

CONGRESSO UNIVERSALE D' Esperanto A COLONIA NEL 1933
(Der Esperanto Universal-Kongress in Köln im Jahr 1933)
von Nicolò La Colla - 25 Min. - digital (8mm)
Im Jahr 1933 reiste der italienische Journalist Nicolò La Colla nach Köln um über den Esperanto Universal-Kongress zu berichten. Mit seiner 8mm-Kamera drehte La Colla einen historisch wertvollen Film, der schon die Nazi-Zeit einfängt und das alte Köln vor seiner Zerstörung dokumentiert. Dieser bisher unveröffentlichte Film wird zum ersten Mal in Deutschland gezeigt.


(eingestellt von Marcus)

Freitag, 19. September 2014

NOCH 999.999.999 JAHRE 364 TAGE 13 STUNDEN ...

... bis zum Weltuntergang.

Weil es ausgerechnet heute leider, leider regnen soll:

DIE TEAMPREMIERE 
von
MILLIARDEN JAHRE VOR DEM WELTUNTERGANG
findet heute Abend nicht im Görlitzer Park, sondern im Studio 2 im Datenstrudelpalast statt. Dafür kann umso mehr gefeiert werden.
Torstraße 190 x Tucholskystraße in Berlin Mitte
Einlass: laufend ab 20.00 Uhr

Bis dahin
Franz